Über medizinisches Cannabis

Das weltweite Interesse an medizinischem Cannabis wächst seit einigen Jahren stetig an. Sie ziehen medizinisches Cannabis ebenfalls für sich in Betracht? Hier finden Sie einige grundlegende Informationen zum Thema.

Wie Cannabis im menschlichen Körper wirkt

Cannabinoide sind die Hauptwirkstoffe in Cannabis von denen bislang mehr als 100 identifiziert wurden.
Sie sind in Pflanzen zu finden, können synthetisch in einem Labor zur Verwendung in den verschreibungspflichtigen Medikamenten hergestellt werden und werden sogar vom menschlichen Körper selbst produziert.

 

Die beiden wichtigsten Cannabinoide sind THC und CBD, die in relativ hohen Konzentrationen in der Pflanze vorkommen.

Medizinisches Cannabis und seine Cannabinoide - vor allem THC und CBD - können therapeutisch zur Behandlung oder Linderung von Symptomen eingesetzt werden. Abgestimmt auf Ihren persönlichen Bedarf kann Ihnen Ihr Arzt ein Produkt empfehlen, das THC- oder CBD-dominant ist oder ein ähnliches Verhältnis aus beiden Wirkstoffen enthält.

 

Das Endocannabinoid-System

Wir produzieren auf natürliche Weise Cannabinoide (sogenannte Endocannabinoide), die mit Zellrezeptoren in unserem Körper interagieren. In Kombination erzeugen Endocannabinoide und Zellrezeptoren eine Vielzahl an unterschiedlichen Effekten.
Unser Endocannabinoid-System (ECS) ist regulierend an vielen physiologischen Prozessen beteiligt, darunter Entzündung, Schlaf, Schmerz, Gedächtnis, Verdauung, Immunfunktionen und Neuroprotektion.

THC und CBD interagieren ebenfalls mit den Rezeptoren unseres ECS.

Dies könnte etwa erklären, weshalb Cannabis bei einer so großen Vielzahl von Symptomen und Zuständen eine Wirkung entfalten kann.

Wofür medizinisches Cannabis eingesetzt werden kann

Ihr Arzt hat möglicherweise den Gebrauch von Cannabis zur Linderung eines oder mehrerer der folgenden Symptome verschrieben, die mit einer Vielzahl von Erkrankungen, die nicht auf konventionelle medizinische Behandlungen angesprochen haben, zusammenhängen. Zu diesen Symptomen oder Zuständen können gehören:

 

  • Schwere, therapieresistente Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit einer Krebs-Chemotherapie 
  • Appetit- und Gewichtsverlust bei Krebspatienten und Patienten mit HIV/AIDS 
  • Schmerzen und Muskelkrämpfe bei Multipler Sklerose 
  • Chronische, nicht durch Krebs verursachte Schmerzen (hauptsächlich neuropathisch) Starke, therapieresistente, krebsbedingte Schmerzen 
  • Schlaflosigkeit und depressive Stimmung im Zusammenhang mit chronischen Krankheiten (HIV/AIDS, chronische, nicht durch Krebs bedingte Schmerzen)
  • Symptome, die in der Palliativ- und Sterbebegleitung auftreten können

 

Dies ist keine vollständige Liste von Symptomen oder Zuständen, für die Cannabis von Ihrem Arzt verordnet werden kann.

Individualisierung statt Standardisierung

Cannabis wirkt nicht bei allen gleich, daher ist die Suche nach einem geeigneten Produkt oft eine Frage der individuellen Situation des Patienten.

Häufig gestellte Fragen

Diese Website verwendet Cookies zur Identifizierung Ihres Computers oder Geräts, um Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung zu bieten und seine Funktionen zu verbessern. Sie können Cookies über Ihren Browser deaktivieren, jedoch bedeutet dies, dass einige Features der Website dann nicht mehr verfügbar sein können. Mehr erfahren